Dienstag, 21. Februar 2017

Hamburg mit Kindern: Ausflug ins Museum

Der Polizei auf der Spur

Was unternimmt man mit Kindern, wenn es draußen nass und kalt ist? Mehr als 1 Stunde auf dem Spielplatz halte ich nämlich auch nicht aus. Also sind wir immer auf der Suche nach Indoor-Möglichkeiten. Ein großer Fan von Indoor-Spielplätzen bin ich nicht - zumindest nicht, wenn es dort muffig ist oder man sein eigenes Essen nicht mitbringen darf.

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Mörder, Erpresser, Kriminelle

Wir leben in einer Millionenstadt. In Hamburg leben über 1,8 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Mit der Reeperbahn, Schanzenviertel, Stadtteilen wir Rothenburgsort oder St. Georg, hier möchte man seine Kinder nicht alleine auf die Straße lassen - zumindest nicht im Dunklen. Doch Mörder, Erpresser und andere Kriminelle gab es schon immer in und um Hamburg.

Polizeimuseum

Im Polizeimuseum Hamburg erlebt man die spektakulärsten Kriminalfälle in Hamburgs Geschichte. Kriminalfälle, die überregional Aufmerksamkeit erlangt haben, werden hier thematisiert und wurden toll aufgearbeitet. Tatwaffen, Werkzeuge, original Ton- und Filmaufnahmen zeigen, wie Tatverdächtige vorgingen und dokumentieren, wie die Polizei den Fall aufklären konnte.


Den Tätern auf der Spur

Für Kinder ist es besonders toll, dass sie selbst aktiv werden können. Man erfährt, wie man Tatortspuren auswerten kann. So zum Beispiel mit Hilfe des Fingerabdrucks. Unter der Lupe kann man selbst sehen, wie der eigenen Fingerabdruck aussieht und lernt, dass er einzigartig ist. Oder unter dem speziellen UV-Licht erkennt man, ob der Personalausweis gefälscht wurde oder nicht. An interaktiven Labortischen kann man Faserspuren vergleichen oder mehr über Kriminaltechnik erfahren.

Das Spiel

Ob Suchspiel, Rallye oder Ermittlerspiel - die Kinder (und auch Erwachsene) erleben die Polizei so hautnah. Ganz toll fanden wir die Verfolgungsjagd im echten Streifenwagen. Mit Blaulicht und Martinshorn. Oder der virtuelle Rundflug im Polizeihubschrauber.

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Rundflug im Polizeihubschrauber

In der Zelle sitzen

Unsere Tochter staunte nicht schlecht, als sie in einem nachgestellten Polizeizimmer stand, mit Telefon mit Schnur, einer alten Schreibmaschine und Aschenbecher: "Waaas? Mit sowas hast du telefoniert? Schreibmaschine? Und igitt, ein Aschenbecher auf dem Tisch?" Jaaa, so war das mal. Als ich dann in einer fensterlosen Zelle verschwand, und Papa die Tür schloss, da fing sie an zu weinen. Rein wollte sie erst nicht, dann fand sie aber die bekritzelten Wände doch faszinierend und schaute sich um.

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FAZIT

Ein Museum der etwas anderen Art. Einige Dinge sind für Kinder nicht so interessant und für samte Gemüter auch nicht immer geeignet. Wer aber viel erklärt und aufklärt, der kann seinen Kindern schon einiges der Hamburger Polizeiarbeit und deren Geschichte näher bringen. Man muss ja auch nicht immer alles so ernst sehen.
Meine Altersempfehlung: ab 7 Jahre! Wir werden definitiv in 2 Jahren noch einmal hingehen. Aber auch für jüngere Kinder ist es eine spannende Alternative zum Indoor-Spielplatz. Nur das oberste Stockwerk ist erst ab 14 Jahre "freigegeben". Dort werden die Kriminalfälle gezeigt, die etwas schwerer zu ertragen sind.

Ort:
Gelände der Akademie der Polizei Hamburg. Ausweis erforderlich.
Carl-Cohn-Straße 39
22297 Hamburg-Alsterdorf
Öffnungszeiten: Di, Mi, Do: 11-17 Uhr; So: 11-17

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Verfolgungsjagd im Polizeiauto


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