6 Hausmittel gegen Erkältungen - Gesund und naturbewusst leben

Zitrone, Orange & Co - das hilft gegen Erkaeltungen

Gastbeitrag von Nick G.:

Gesund und naturbewusst leben ist meine Leidenschaft. Darum blogge ich auf Alte-Hausmittel.com. Dort schreibe ich nicht nur über allerlei altbewährte Hausmittel, um Wehwehchen zu lindern, sondern gebe auch Ernährungstipps und befasse mich mit Themen wie sinnvollen Nahrungsergänzungsmitteln, natürlichem Entgiften oder auch Pilates und Yoga.

Hausmittel, die die Symptome bei Erkältungen und Grippe bei Ihren Kindern mildern

Der Herbst hat Einzug gehalten und der Winter lässt auch nicht mehr lange auf sich warten – und damit auch die ersten Erkältungen oder sogar eine echte Grippe. Was schon für Erwachsene mühsam ist, ist für Babies und Kinder besonders anstrengend. Umso wichtiger ist es, dass Eltern mit bewährten Hausmitteln gut darauf reagieren, um ihren Schätzen Linderung zu verschaffen. Lesen Sie hier, was Sie bei welchen Erkältungssymptomen tun können!

Der erste Schnupfen

Irgendwann im Laufe des ersten Lebensjahres fängt sich ein Baby meist seinen ersten Schnupfen ein. Für Neugeborene ist eine verstopfte Nase besonders quälend, da sie ausschließlich über die Nase atmen. Schnupfen behindert die Atmung kleiner Babies also enorm und erschwert dadurch auch die Nahrungsaufnahme. Dabei ist gerade das Trinken im Krankheitsfall besonders wichtig und gesundheitsfördernd.

Schon zu Großmutters Zeiten hat es sich bewährt, ein Zwiebelsäckchen über dem Babybett aufzuhängen. Die scharfen Dämpfe der frisch geschnittenen Zwiebel regen die Schleimhäute an, Flüssigkeit zu produzieren. Damit rinnt die Nase und die Atmung wird erleichtert.

Was mehrmals täglich zwischendurch gemacht werden kann, sind Nasenspülungen mit einer kindgerechten Kochsalzlösung. Diese Lösungen gibt es fertig abgefüllt in kleinen Portionsfläschchen in der Apotheke sowie in der Kinderabteilung gut sortierter Drogerien. Es sollten auf einmal ein bis zwei Tropfen pro Nasenloch gegeben werden. Die Salzlösung sorgt für das Verflüssigen und Abrinnen hartnäckigen Schleims. Ein weiteres wirksames Mittel bei Schnupfen ist außerdem Muttermilch. Wie Kochsalzlösungen kann auch die Muttermilch tropfenweise in die Nasenlöcher verabreicht werden und wirkt dabei schleimlösend.

Ein guter Nasensauger ist ein mechanisches Hilfsmittel, um zähen Schleim aus der Nase zu befördern. Babies können sich noch nicht schnäuzen und brauchen somit unsere Hilfe. Kinderärzte raten zu Saugern aus der Apotheke, die man an den hauseigenen Staubsauger anschließen kann. Was heftig klingt, ist halb so wild – die Saugkraft des Staubsaugers wird im Nasensauger so umgewandelt, dass sie der zarten Babynase angepasst wird. Handsauger aus Drogeriemärkten helfen hingegen eher weniger.

Hartnäckiger Husten

Genauso lästig wie Schnupfen kann auch ein langanhaltender Husten sein. Gerade trockener Reizhusten führt zu permanenten Hustenanfällen, die wiederum auf Dauer Kopf- und Brustkorbschmerzen verursachen. Die weiter oben erwähnten Zwiebelsäckchen helfen bei Husten ebenso zuverlässig.

Für größere Kinder gibt es einfache Rezepte für selbstgemachte Hustenmittel. Eine Möglichkeit ist es, eine große runde Zwiebel zu halbieren, die inneren Schichten herauszunehmen und die so entstandene "Schüssel" mit Honig und einem Löffel Zucker anzufüllen. Dieser Ansatz wird für einige Stunden stehen gelassen, damit der Honig die Zwiebelsäfte aufsaugen kann. Je frischer die Zwiebel ist, desto besser. Der angesogenen Honig kann löffelweise eingenommen werden und wirkt wohltuend auf den Hals.

Aber Achtung: Honig ist erst für Kinder ab 12 Monaten geeignet, da es ein rohes Naturprodukt ist, welches mit (für größere Kinder unbedenklichen) Bakterien belastet sein kann. Das Immunsystem und der Darm eines Babys können noch nicht mit allen Bakterien umgehen, daher sollte vorsichtshalber bis zum ersten Geburtstag auf die Gabe von Honig verzichtet werden.

6 Hausmittel gegen Erkaeltung

Alternativ und in den Wintermonaten sehr beliebt ist der Hustenbalsam aus Winterrettich. Hierfür wird ein großer runder Winterrettich benötigt, der "geköpft" und zu zwei Dritteln ausgehöhlt wird. Auch hier werden wieder Honig und ein Löffel Zucker hineingefüllt. Diese Mischung kann nach ein paar Stunden Zugzeit ebenso löffelweise eingenommen werden.

Größere Kinder dürfen außerdem spezielle Hustentees wie etwa Lindenblütentee oder Spitzwegerichtee mit etwas Honig trinken. Idealerweise sollte hier aber auf Bio-Qualität geachtet werden, um mögliche Schadstoffbelastungen zu vermeiden. Babies ab etwa sechs Monaten dürfen auch schon milde Tees trinken – allerdings nur in Maßen, stärker verdünnt und nicht jede Sorte. Es gibt spezielle Babytees in der Apotheke, in der Sie sich auf jeden Fall beraten lassen sollten. (Kräuter)Tees sind nämlich nicht einfach nur Getränke, sondern auch wirksame Heilmittel, die nicht für jeden gut geeignet sind!

Halsschmerzen bekämpfen

Das gemeine an Halsschmerzen ist, dass sie die Nahrungsaufnahme sowie die Flüssigkeitszufuhr erschweren. Im schlimmsten Fall wollen die Kleinen gar nichts mehr essen und trinken, dabei ist es gerade im Krankheitsfall sehr wichtig, genügend Flüssigkeit und Vitamine zu sich zu nehmen, um schneller wieder gesund zu werden. Deswegen sollten Eltern trotz allem hartnäckig bleiben und anhaltend versuchen, das Kind wenigstens zum Trinken zu bewegen. Vor allem bei Babies, denen die Wichtigkeit noch nicht erklärt werden kann, müssen ein langer Atem bewiesen und die Kleinen immer wieder angelegt werden.

Auch hier gilt wieder, dass größere Kinder bestimmte Tees trinken dürfen. Gegen Halsschmerzen wirken beispielsweise Thymiantee oder Salbeitee hervorragend. Jedoch schmeckt gerade Letzterer sehr bitter und dürfte somit nicht zu den Favoriten von Kindern zählen. Abhilfe schafft hier die Zugabe von ein oder zwei Teelöffeln Honig. Dies versüßt den Geschmack und wirkt zusätzlich beruhigend auf den schmerzenden Hals.

Wenn Fieber dazu kommt...

Ganz besonders mühevoll werden Erkältungen, wenn die Kleinen Fieber bekommen. Erwachsene wissen, wie elend sich Fieber anfühlt, also können Sie sicher verstehen, dass Ihre fiebernden Kinder besonders viel Nähe und Aufmerksamkeit brauchen.

Ist die Temperatur nur wenig erhöht, reicht es aus, dem Kind viel Ruhe zu gönnen, es warm einzukuscheln (hier jedoch nicht übertreiben – ein Pyjama und eine normale Decke reichen vollkommen aus!) und die bereits genannten Tricks zur Bekämpfung der Erkältungssymptome zu verwenden. Sollte das Fieber jedoch stark ansteigen und/oder es dem Kind generell sehr schlecht gehen, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Eine Faustregel besagt: Je jünger das Kind, desto schneller sollte man bei Fieber zum Arzt gehen. Säuglinge unter einem halben Jahr gehören bei Fieber prinzipiell sofort medizinisch untersucht, denn die Kleinsten können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren – hier können hohe Temperaturen also schnell ausarten und gefährlich werden.

Bei Fieber haben sich in der Vergangenheit Wadenwickel bewährt. Diese sind für Kinder ab etwa fünf Jahren geeignet. Hierbei werden dünne Baumwolltücher in lauwarmes Wasser getaucht und um beide Waden gewickelt. Um die erste Schicht können noch ein bis zwei weitere nasse Tücher gewickelt werden. Die Wickel bleiben solange auf den Beinen, bis sie gleich warm sind wie der Körper des Kindes. Dann wird die Prozedur noch etwa dreimal wiederholt. Es sollte darauf geachtet werden, das Fieber so um maximal 1,5 Grad zu senken, ansonsten ist die Kreislaufbelastung nämlich zu hoch.

Generelle Tipps bei Erkältungen

Unterstützend bei Schnupfen, Husten und Halsschmerzen sind nasse Leintücher über der warmen Heizung. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit und wirkt wohltuend auf die trockenen und gereizten Schleimhäute. Alternativ kann sich das Kind für zehn Minuten ins Badezimmer setzen, während die Dusche heiß rinnt. Die warmen Wasserdämpfe befeuchten ebenfalls die Atemwege und schaffen Erleichterung.

Frische Luft, entweder warm eingepackt bei einem kleinen Spaziergang oder durch Stoßlüften, tut immer gut und bringt den Kreislauf auf Touren.

Das beste Mittel bei Krankheiten ist Schlaf. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Kinder die Tage ruhiger angehen, im Bett oder am Sofa bleiben, oder zumindest nicht wild toben. Ein bisschen Ruhe kann wahre Wunder wirken, da dem Körper die Energie zur Bekämpfung der Krankheit bleibt.

Hausmittel können in vielen Fällen helfen, jedoch gibt es Situationen, in denen der Arzt und Medikamente die bessere Wahl sind:


  • Hohes Fieber
  • Starke Schmerzen
  • Sehr schlechter Allgemeinzustand und Benommenheit
  • Starke Atemschwierigkeiten
  • Verdacht auf echte Grippe (zum Beispiel, wenn das Kind nach dem Besuch eines an der Influenza erkrankten Angehörigen erste Symptome zeigt)


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie eine gute Besserung!

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Tee, Honig, Zitrone

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