Krank im Urlaub – was nun? Mit Notfall-Checkliste {direkt zum Ausdrucken}

Krank im Urlaub – eine
Notfall-Checkliste
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Die ersten Sommerferien haben in
Bremen und Niedersachsen begonnen und die Koffer werden gepackt. Alle Familien
freuen sich auf die gemeinsame Zeit am Meer, in den Bergen oder am See. Auch
wir zählen schon die Tage, bis wir im August die Segel Richtung Ostsee
streichen. Wir wünschen uns einen tollen Urlaub mit gutem Wetter, toller
Atmosphäre und gut gelaunten Kindern.

 

 

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Bei den Urlaubsvorbereitungen mag niemand daran denken, dass ein
Familienmitglied auf im Urlaub krank werden könnte. Aber auch fernab der Heimat
kann jederzeit ein Infekt zuschlagen und plumps hockt man am Urlaubsort und die
gute Laune ist wie weggeblasen. Und auch auf weniger alltägliche Erkrankungen
wie beispielsweise einen Fuchsbiss – ja, das ist wirklich schon passiert –
sollte man sich bei seinem nächsten Campingurlaub vorbereiten. Damit ihr für
alle Fälle gewappnet seid, gibt es hier meine Checkliste mit den wichtigsten
Punkten:

Notfall-Set einpacken

Um kleinere Blessuren, Reiseübelkeit oder Unwohlsein behandeln zu können,
darf eine Reiseapotheke im Gepäck nicht fehlen. Was da reingehört? Das
Folgende:

  • Fieberthermometer
  • Fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Durchfall (beispielsweise Kohletabletten)
  • Mittel gegen Erbrechen
  • (Kinder-)Pflaster, Verband
  • Tee/Medikamente gegen Durchfall und Verstopfung
  • Zeckenzange
  • Kühlkissen
  • Salbe gegen Insektenstiche, ggf.
    Insektenschutzmittel
  • Kühlsalbe für Sonnenbrand
  • Nasenspray
  • Halsschmerzmittel
  • Wärmflasche

Zusätzlich zur Reiseapotheke sollte man auch weitere Utensilien unbedingt
mit in den Urlaub nehmen.

An Gesundheitskarte und/oder
Auslandskrankenschein denken

Wer gut vorbereitet ist, hat auf Reisen sicherheitshalber immer seine
Gesundheitskarte oder – für bestimmte Länder – einen Auslandskrankenschein im
Gepäck. Den bekommt man bei seiner Krankenkasse.

 

Foto: SBK


Auslandskrankenversicherung abschließen

Wer sichergehen möchte, nicht auf einem Teil seiner etwaigen
Behandlungskosten im Ausland sitzen zu bleiben, sollte vor dem Urlaub eine
private Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Die überschaubaren
Beiträge lohnen sich wirklich und bei den meisten Tarifen ist in
schwerwiegenden Krankheitsfällen sogar ein Rücktransport nach Deutschland
abgedeckt.

Wir machen das immer direkt über die ADAC Gold Card. Aber auch
direkt im Reisebüro ist dies möglich. 

 

 

 

Reiseschutzimpfungen checken

Um den Urlaub in vollen Zügen genießen zu können und nicht mit unangenehmen
„Souvenirs“ nach Hause zu kommen, sollte für alle Reisenden frühzeitig
abgeklärt werden, ob sie sich vor der Abreise gegen bestimmte Krankheiten
impfen lassen sollten. Einen Überblick über die wichtigsten Impfungen gibt zum
Beispiel die Auslandsberatung der SBK. 

Als Arbeitnehmer krank im Urlaub?

Dann
sofort beim Arbeitgeber krankmelden.

Krankheit im Urlaub ist Pech – bedeutet aber zum Glück keine verlorenen
Urlaubstage. Wenn es den Arbeitnehmer im Urlaub erwischt, endet aus rein arbeitsrechtlicher
Sicht der Urlaub. Deshalb gleich am ersten Krankheitstag ein Attest besorgen,
dann dürfen die Urlaubstage zu einem anderen Zeitraum nachgeholt werden. Das
gilt aber nur, wenn der Arbeitgeber sofort über die Krankheit informiert wird
und eine Adresse sowie Telefonnummer erhält, unter der der Erkrankte zu
erreichen ist.

Alles für die Kostenerstattung sammeln

Im Falle eines Arztbesuchs kann es sein, dass der Arzt die Gesundheitskarte
oder den Auslandskrankenschein nicht akzeptiert und man erst einmal selbst für
die Kosten aufkommen muss. Nach der Heimkehr können Versicherte sich diese von
ihrer Krankenkasse meist erstatten lassen – zumindest teilweise, da die
Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Ausland rechtlich beschränkt sind.
Kosten von Arztbesuchen im Ausland können außerdem nur bei Reisen innerhalb der
EU und bei Reisen in Länder, mit denen Deutschland ein
Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, übernommen werden.

Wichtig für die Kostenerstattung ist, dass jedes Detail auf der
Arztrechnung aufgeführt ist – gerade bei komplexen Behandlungen. Für eine
korrekte Berechnung ist es von Vorteil, die Informationen zur Behandlung (wie
z. B. die Anzahl der Arztbesuche und der zeitliche Umfang der Untersuchung) auf
einem separaten Blatt zu ergänzen. Die vom Arzt erhaltenen Behandlungs- und
Rechnungsunterlagen reicht man dann im Original bei seiner Krankenkasse ein.
Diese ermittelt dann den Erstattungsbetrag, indem sie den deutschen Betrag für
die Leistungen nimmt und davon etwaige deutsche Eigenanteile oder
Patientenzuzahlungen abzieht.

Mehr Infos zum Thema Gesundheitsschutz auf Reisen gibt
es übrigens auf der Seite der SBK.

 

Nun hoffe ich natürlich nicht, dass es
euch im Urlaub erwischt – aber Vorsorge ist ja bekanntlich die beste Medizin
und in diesem Fall ist die perfekte Urlaubsvorbereitung der Grundstein für
einen gelungenen und erholsamen Urlaub.

Druckt euch einfach die Liste der
Reiseapotheke und der Utensilien aus und legt sie zur Urlaubsplanung. Dann kann
fast nichts mehr schief gehen.

 

HIER findet ihr die Liste

 

 

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Kooperation mit der SBK. Vielen Dank!

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