Blogparade: Ganz alltäglich – Familien erzählen

Es ist Dienstag und heute möchte ich meine Reihe der Familienhelden, die aus ihrem Alltag erzählen, mit Priska fortsetzen. Priska schreibt den Blog LeipzigMama, ist 2-fache-Mädchenmama und studiert Theologie. 

www.larilara.de


Es ist 21 Uhr und ich fange an zu arbeiten. So viel ist
liegen geblieben. So viel schwirrt in meinem Kopf herum. Wahrscheinlich geht es
allen in meinem Alter so. Man will alles auf einmal: Familie, Haus/Wohnung,
Karriere, Gesundheit. Freunde und eigentlich ist man noch so jung, dass man
auch gern reisen und ausgehen möchte. Und das versucht man nun alles in seinem
Alltag zu vereinen. Kein Wunder, dass man sich gestresst fühlt. Kein Wunder,
dass ich abends arbeiten muss und die gemütlichen Abende auf dem Sofa immer
weniger werden. Immerhin finden mein Mann und ich noch Möglichkeiten mal ein
Glas Wein zu trinken oder mal auszugehen.

Letztens in die Muko zum Ballett.
Spießig aber schön. Feiern gehen ist weniger geworden. Wir können es uns nicht
leisten ein ganzes Wochenende zum Regenerieren danach zu
verbrauchen. Vielleicht kommt das wieder, wenn wir mit Hausbau fertig sind.
Oder vielleicht sollten wir einfach mal über die Stränge schlagen und die Nacht
wieder durchmachen, früh bei McDonalds frühstücken und erst ins Bett gehen wenn
die Wolken lila sind. Wann haben wir das zum letzten Mal gemacht?!

Das Leben
ist so kurz. Viel zu kurz um sich von Sorgen quälen zu lassen. Viel zu kurz um
die vielen schönen Momente nicht zu genießen und dankbar zu sein für all das Gute
was wir haben. Und ja, es gibt unendlich viel für das wir dankbar sein können:
Gesundheit, Liebe, Freude, Glück, Essen, Kleidung…

Warum fangen wir nicht an positiv zu denken? Heute war ein
voller Tag. Ein Tag an dem ich sehr viel erledigen und arbeiten wollte und
wieder mal nur die Hälfte geschafft habe. Als ich nachmittags die Kinder
abholen wollte, habe ich noch im Auto weiter telefoniert und E-Mails mit
Sprachsteuerung geschrieben. Und dann ging es auf den Spielplatz. Ich hätte
theoretisch nicht auf den Spielplatz gekonnt aber ich entschied mich bewusst
dazu. Und dann entschied ich mich nochmal, dass jetzt um alles in der Welt zu
genießen und nicht zu trauern, dass ich nicht arbeiten kann. Und wisst ihr was?
Es war gut. Es war eiskalt, aber gut. Wir haben Bananenbrot gegessen, die Kinder
haben sich schmutzig gemacht und Einhorn gespielt. Sie sind geklettert,
gerutscht und geschaukelt. 

Zu Hause gab es dann warmen Tee und Spaghetti mit
Tomatensoße. Die Kinder haben ihre frisch angezogenen Schlafanzüge voll gekleckert
und ich habe sie auf den übervollen Wäscheberg gelegt. Egal. Ich entscheide
mich in jeder Situation neu wie ich den Tag erleben möchte. Und ich entscheide
mich dazu, dass ich meine Kinder und mein Leben genießen möchte.

Ja, ich hab auch manchmal keinen guten Tag und ich vergreife
mich auch mal im Ton. Aber dann gibt es ein Entschuldigung und viele
Kuscheleinheiten. Wir vergeben und lieben uns. Wir sind Familie. In Guten und
in schlechten Zeiten.

Lieben Dank, Priska, für deinen Gastbeitrag.

Habt auch ihr Lust an meiner Reihe? Dann schreibt mir gerne an isa (ät) larilara (punkt) de

Bis bald

eure Isa

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