Dienstag, 11. Oktober 2016

Interviewreihe: Mama, hast du noch ein Hobby?

Interview zum Thema Hobbys mit Kindern

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Ich freue mich, dass ich euch heute Ramona von Das Frühchen Portal vorstellen kann. Sie erzählt uns, wie sie es managt als Mama ihren Hobbys nachzugehen. Bei Ramona lief das Leben leider nicht so positiv, aber sie hat ihren Mut und ihre Liebe nicht verloren. Sie gibt ihre Erfahrungen und ihren Lebensmut in ihrem Portal an Betroffene weiter. Das Frühchen Portal vorstellen kann. Sie erzählt uns, wie sie es managt als Mama ihren Hobbys nachzugehen. Bei Ramona lief das Leben leider nicht so positiv, aber sie hat ihren Mut und ihre Liebe nicht verloren. Sie gibt ihre Erfahrungen und ihren Lebensmut in ihrem Portal an Betroffene weiter.



Hallo! Ich heiße Ramona, bin 34 Jahre - manchmal jung, manchmal alt - und beruflich komme ich aus der Pflege, mache jetzt aber eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Ich bin

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verheiratet und habe 2 Kinder, wobei meine Tochter mit 7 Jahren verstarb. Ich habe noch einen Sohn (8). Zusammen wohnen wir im Sauerland.

Welche Hobbies hattest du, bevor du Kinder bekommen hast?

Pferde und Hunde waren meine große Leidenschaft – ich ging sehr gerne reiten, insbesondere Andalusier und die spanische Dressur hatten es mir angetan. Von klein auf hatte ich immer ein Pflegepferd und war tagtäglich im Stall zu finden. Ich war das Mädchen, was sich immer die neueste „Wendy“ geholt hat ;-) Einen Hund halten durfte ich damals leider noch nicht ;-( Lesen, Schreiben und Zeichnen/Malen waren ebenfalls Hobbys, denen ich sehr gerne nachgegangen bin; im Grunde alles, was sich im kreativen Bereich bewegt. Ebenfalls haben mich Computer und das Internet schon immer fasziniert. Nicht Spiele, sondern vielmehr die Technik dahinter, Programmierung, Aufbau von Webseiten. Es hat mich begeistert, das aus Wort- und Zeichenkombinationen bunte Seiten und Funktionen entstanden.

Was hat sich für dich verändert, seitdem du Mama geworden bist?
Im Grunde alles! Meine Tochter war meine Erstgeborene, leider kam sie schwerstbehindert zur Welt. Sie war blind, an Taubheit grenzend schwerhörig und hatte ein Tracheostoma (Luftröhrenschnitt), konnte also auch nicht sprechen. Es war ein 24-Stunden-Fulltime-Job, der mich oft an meine Grenzen brachte. Unterstützung bekam ich durch einen Pflegedienst, der täglich einige Stunden kam. Seinerzeit hielt ich das Ganze in einer Art Online-Tagebuch fest. Aus diesem ehemaligen Tagebuch ist heute, inzwischen, Das Frühchen Portal geworden. Mit der Geburt meines Sohnes begann dann ein noch größerer Spagat - er war gesund und hatte natürlich gänzlich andere Bedürfnisse als meine Tochter. Mit sieben Jahren verstarb meine Maus während eines Notfalls mit der Trachealkanüle, von denen wir über die Jahre viele hatten. (sie hat sich diese immer selbst gezogen) Dies war der eine Notfall zu viel, den ihr Körper nicht mehr kompensieren konnte. Seitdem hat sich ein weiteres Mal alles verändert.Das Frühchen Portal geworden. Mit der Geburt meines Sohnes begann dann ein noch größerer Spagat - er war gesund und hatte natürlich gänzlich andere Bedürfnisse als meine Tochter. Mit sieben Jahren verstarb meine Maus während eines Notfalls mit der Trachealkanüle, von denen wir über die Jahre viele hatten. (sie hat sich diese immer selbst gezogen) Dies war der eine Notfall zu viel, den ihr Körper nicht mehr kompensieren konnte. Seitdem hat sich ein weiteres Mal alles verändert.

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Hast du noch Hobbys? Wenn ja, wie schaffst du sie zeitlich auszuüben?

Ich bin aktiv im Tierschutz tätig. Ich unterstütze einen Verein, in dem ich mich z.B. um Aufbau und Instandhaltung des Onlineauftritts kümmere – so habe ich gleich mehrere Hobbys vereint. ;-) Selbst habe ich inzwischen zwei Hunde, Maya (Podencomischling) und Buddy (Magyar Vizsla), beide aus dem Tierschutz. Ich arbeite sehr gerne mit Hunden – besonders fasziniert mich die Rettungshundearbeit. Auch mein Sohn ist inzwischen mit Begeisterung dabei.

Insgesamt komme ich vom Rumbasteln, Rumprogrammieren und Designen einfach nicht los – schön wäre, wenn ich diese Hobbys zum Beruf machen könnte; ich arbeite dran ;.)

Man kann sagen, dass ich mehr Interessen und Hobbys habe, als der Tag Stunden hat. Ich würde z.B. gerne wieder Zeichnen/Malen oder auch reiten gehen, aber alles ist leider nicht zu schaffen. Ich denke aber, dass es ruhiger wird, wenn meine Ausbildung durch ist. Zurzeit muss ich viele Klausuren schreiben, das hat einfach Priorität.

Hast du Unterstützung?

Inzwischen ja! Das war nicht immer so, daher war es eine regelrechte Umgewöhnung, diese auch anzunehmen. Praktischerweise ;-) hat z.B. mein Mann auch ähnliche Hobbys und geht beispielsweise der Fotografie nach – das kann man natürlich wunderbar kombinieren. Wenn es um größere Aktionen geht, geht das mit Freunden und Familie Hand in Hand – zum Glück sind alle Kinder- und Hundemenschen. Wir sitten dann gegenseitig oder unternehmen direkt mit allen etwas.

Haben sich deine Interessen verändert, seit der Kinder?
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Irgendwie schon aber irgendwie auch nicht. Seit der Geburt meiner Tochter interessiere ich mich sehr für Gesundheitsthemen, dies hat auch bis heute nicht aufgehört. Nach dem Tod meiner Tochter ging ich eine Pflegeausbildung nach. Jetzt mache ich die kaufmännische, auch im Gesundheitsbereich. Ich möchte langfristig auch beruflich anderen Eltern oder Betroffenen helfen, die notwendige Unterstützung, die sie in so einer Situation brauchen, angedeihen zu lassen. Noch immer sind zu viele einfach uninformiert. Wie kann ich auch etwas kennen oder wissen, von dem ich noch nie etwas gehört habe? Es gibt Menschen, die es verurteilen, wenn man überfordert ist und die Situation dadurch höchstens verschlimmern und den Druck auf betroffene Familien vergrößern – ich möchte woanders ansetzen und helfen! Denkbar wäre für mich, im Bereich der Pflegeberatung tätig zu sein – dies setze ich bereits in meinem Portal um. „Früher“ wollte ich in eine Ausbildung zur Kaufm. Angestellten für Fremdsprachen und Korrespondenz oder in den Informatikbereich gehen – so gesehen hat sich dann doch nicht viel geändert, die Vorlieben, Hobbys und Interessen sind in gleicher oder zumindest ähnlicher Form „wiederentdeckt“, nur kann ich nicht allen nachgehen.

Hast du Tipps, wie man auch mit wenig Frei(Zeit), seinen Hobbies nachgehen kann?
Welche Hobbies eignen sich gerade mit kleinen Kindern, welche eher nicht?

Ich denke, das hängt vom Hobby ab – bei vielen ist es einfach eine Frage der Organisation und/oder Unterstützung, die man hat. Bei einigen kann man durchaus das Kind einbeziehen, so wie mein Zwerg z.B. sehr gerne mitgeht, wenn wir mit den Hunden arbeiten und sich inzwischen auch begeistert einbringt. Zuvor habe ich das insofern unterbunden, als dass ich zum einen die Hunde erst kennenlernen musste und er zum anderen einfach auch noch zu jung/zu klein war, da gab es seinerseits auch noch kein großes Interesse. Irgendwann wurde in der Schule der Hundeführerschein gemacht und seitdem wurde er immer neugieriger und wollte mehr mit – aber auch jetzt sind es natürlich noch kindgerechte Varianten, bei denen er „mitarbeitet“. In Zeiten, als er dafür noch zu klein war, hat er trotzdem bei unseren Spaziergängen liebend gern Äste, Stöcker und Co. gesammelt, welche er natürlich alle mit nach Hause nehmen wollte. „Früher“ war das Tragetuch eine gute Möglichkeit – man hatte beide Hände frei und das Kind war selig. Ansonsten gibt es ja noch die Möglichkeit, sich mit dem Partner abzuwechseln und vor allem: Prioritäten setzen, auch auf sich achten!


Liebe Ramona, ganz lieben Dank für deine offenen Worte! Dein Portal ist toll und so nützlich.Portal ist toll und so nützlich.


Wollt ihr auch Teil dieser Interviewreihe auf Lari Lara werden? Dann schickt mir eine E-Mail an:
isa (ät) larilara (punkt) de. Ich freue mich!


Bis bald
eure Isa

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